Februar 24, 2017

Gesunde Füße gibt es nicht einfach so

Pflege für die Füße
Gesunde Füße brauchen Pflege © panthermedia.net / Brumermane

Haben Sie gesunde Füße? Wir pflegen unseren gesamten Körper regelmäßig. Für unsere Haut nutzen wir Tages- und Nachtcremes, Feuchtigkeitscremes und Pflegemasken. Unsere Haare pflegen wir mit Ölen, Spülungen, Kuren und Packungen. Wir cremen unseren gesamten Körper ein. Nach dem Duschen oder Baden, häufig sogar zwischendurch. Unsere Hände sollen sich trotz der täglichen Arbeit und Hausarbeit immer zart und weich anfühlen und wir pflegen unsere Nägel mit entsprechenden Produkten.

Aber: was ist mit der Pflege unserer Füße? Warum vernachlässigen wir diese so oft?

Ihre Füße verdienen eine gute Pflege

Was trägt uns täglich von A nach B und verrichtet die meiste Arbeit, bzw. muss täglich am meisten aushalten? Genau! Es sind unsere Füße, die wirkliche Schwerstarbeit verrichten. Unsere Füße müssen bereits ab ca. dem ersten Lebensjahr für einen festen Stand sorgen, uns nicht nur tragen, sondern auch sicher fortbewegen. Und das ein Leben lang.

Wehe, wir haben eine einzige Druckstelle am Zeh oder ein Hühnerauge unter dem Fuß. Schon dann sind wir in unserer Bewegung dermaßen eingeschränkt, dass wir richtig leiden und uns kaum noch bewegen können. Erst jetzt erkennt man, welch eine wichtige Rolle unsere Füße doch in unserem Leben spielen. Darum gilt es, gesunde Füße von Anfang an zu behalten.

Der richtige Schuh ist wichtig

Bei den meisten Leuten wird es so sein, dass die Füße die längste Zeit des Tages in einem Schuh stecken. Oft ist der Schuh noch zu eng und man bekommt Druckstellen, zum Beispiel an den Zehen oder auf dem Fußrücken (dem sogenannten Spann). Dies kommt unter anderem daher, dass viele Leute den Schuh morgens aussuchen und kaufen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Fuß aber noch nicht angeschwollen, wie gegen Abend. Man entscheidet sich dann schnell für eine zu kleine Größe. Auch spitze Schuhe sollte man (bzw. besser Frau) meiden. Die Zehen werden zusammengedrückt werden. Fehlstellungen sind häufig die Folge, wie zum Beispiel der gefürchtete Hammerzeh. Es gilt: Schuhe sollten auch vorne immer breit genug sein, dass die Zehen nicht an die Seite oder vorne anstoßen.

Lässt man die Druckstellen, die ein schlechter oder unpassender Schuh verursacht, unbehandelt und ignoriert sie, so können sich daraus Hühneraugen entwickeln. Hühneraugen sind besonders schmerzhaft und selbst mit einer guten Behandlung kann es Monate dauern, bis man ein Hühnerauge los ist.

Insbesondere bei Kindern müssen die Schuhe richtig passen. Für Kinder sollten Schuhe immer mit einer guten Beratung einhergehen, die man im Fachgeschäft bekommt. Wichtig ist, dass die Zehen nirgendwo im Schuh anstoßen, denn sonst sind Fehlbildungen in der Entwicklung des Fußes bereits in jungen Jahren vorprogrammiert.

Hornhaut an den Füßen

Hornhaut ist eigentlich eine natürliche Schutzschicht des Körpers vor Belastung und Druck. Allerdings kann ein Zuviel an Hornhaut auch ungesund sind. Sie kann, ist sie erst einmal zu dick, spröde werden und reißen. Das schmerzt nicht nur, sondern kann auch das Eindringen von Bakterien begünstigen. Aus diesem Grund sollten Hornhaut an den Füßen regelmäßig entfernt  werden und diese dann auch mit einer pflegenden Creme behandelt werden.

Schrunden müssen behandelt werden
Schrunden an einer Ferse | © panthermedia.net / librakv

Schrunden an den Füßen

Schrunden sind übermäßige Hornhaut, die zu Rissen neigt. Diese Risse gehen bis tief in die Unterhaut und sind häufig ein großes Problem. Keime können durch diese Risse in den Körper gelangen. In Folge kann man unter Umständen ein Erysipel (auf Deutsch: Wundrose) bekommen. Es ist also wichtig, dass die Hornhaut rechtzeitig an den Fersen behandelt und entfernt wird, bevor sie Risse bekommt.

Fußpilz

Den unerwünschten Fußpilz kann man sich leider recht leicht und schnell zuziehen. Zum Beispiel in einer Badeanstalt oder einem Hallenschwimmbad reicht es aus, einmal mit dem Fuß über eine Stelle zu laufen, über die gerade jemand mit Fußpilz barfuß gegangen ist. Schon ist die Wahrscheinlichkeit hoch, selbst an Fußpilz zu erkranken. Besonders schlimm ist, dass man die Infektion erst gar nicht bemerkt und der Pilz sich in aller Ruhe über den gesamten Fuß ausbreiten und festsetzen kann. Ist man von Fußpilz betroffen, so hat man oft Juckreiz, Bläschen und Pusteln am Fuß. Auch wenn die Symptome verschwinden, so bleibt der Fußpilz doch am Fuß. Kommen wärmere Tage und man schwitzt im Schuh, ist der Pilz ruckzuck wieder aktiv. Hier helfen leider nur tägliche Anwendungen mit einem guten Mittel gegen Fußpilz über einen längeren Zeitraum.

Nagelpilz

Nagelpilz ist im Grunde die schlimmere Form des Fußpilzes. Während für den Fußpilz in der Regel nur eine Pilzart ursächlich ist, so kann der Fußpilz durch drei verschiedene Pilzarten ausgelöst werden (auch durch einen Fußpilz, der auf den Nagel überspringt) und manchmal sogar als Mischinfektion auftreten.

Der Nagelpilz befällt zu Anfang einen oder mehrere Fußnägel von oben. Im Laufe der Zeit wandert er durch den gesamten Nagel bis in das Nagelbett. Während man im ersten Stadium den Nagelpilz noch selbst behandeln kann, so ist bei einer Infektion des Nagelbettes oder einer Infektion von mehr als drei Zehen immer der Arzt aufzusuchen. Dieser entscheidet dann über die weitere Behandlung und gibt unter Umständen auch ein Antimykotikum, also ein Pilzmittel, in Tablettenform. Da die Wirkstoffe in diesen Tabletten starke Nebenwirkungen haben können, sind sie verschreibungspflichtig und das entsprechende Rezept gibt es nur beim Arzt.

Tägliche Pflege für den Fuß

Eine tägliche Pflege ist wichtig für gesunde Füße. Man sollte seine Füße täglich mit einer milden Seife waschen und eincremen oder ein Fußdeo verwenden. Die Fußnägel sollten mindestens einmal pro Woche geschnitten werden. Hierbei ist zu beachten, dass sie gerade geschnitten werden, damit sie nicht einwachsen. Also genau anders, als die Fingernägel, die man ja rund schneiden soll.

Training für den Fuß

Wer gesunde Füße behalten will, der sollte so viel wie möglich barfuß laufen. Verschiedene Untergründe trainieren den Fuß zusätzlich. Denkbar sind hier zum Beispiel Rasen, Sand und Kies. Regelmäßige Fußgymnastik hält den Fuß fit und geschmeidig. Kreisende Bewegungen in alle Richtungen zum Beispiel. Versuchen Sie, ein Tuch (Taschentuch) oder dünnes Handtuch (Geschirrtuch) nur mit den Zehen aufzunehmen.

Wellness für den Fuß

Gönnen Sie Ihrem Fuß etwas Gutes. Fragen Sie Ihren Partner, ob er an einer gegenseitigen Fußmassage interessiert ist. Diese ist für beide entspannend und tut gut. Die Durchblutung wird gefördert, die Muskeln im Fuß werden gelockert. Verwenden Sie ein gutes Massageöl oder eine gute Massagecreme für die Massage. Dass die Füße frisch gewaschen sein sollten, versteht sich von selbst, oder?

Wer keinen Partner für eine Fußmassage hat, der kann eine solche in einem Massagestudio bekommen. Während viele deutsche Massagestudios so etwas nicht anbieten, sind thailändischen Studios in unseren Großstädten oft schon weiter. Hier bekommt man durchaus Fußmassagen für kleines Geld.

Als dritte Alternative können wir auch ein Sprudelbad für die Füße empfehlen. Diese Geräte, in die man seine Füße stellt und die dann mit Hilfe von Luftblasen eine Massage erzeugen, kosten nicht die Welt und sind sogar abends vor dem Fernseher anzuwenden. Entspannung pur!

Zusammenfassung

Gesunde Füße gibt es nicht geschenkt. Obwohl die Füße uns ein Leben lang tragen, vernachlässigen wir sie viel zu oft. Mit der richtigen Pflege und dem richtigen Schuhwerk können wir allerdings viele Probleme am Fuß vermeiden und sie ein Leben lang gesund halten.